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Jännerpauschale 2013

Tief verschneite Winterlandschaft und bestens präparierte Pisten
ab Euro 946,00 p. P. im Doppelzimmer
gültig vom 05.01. bis 01.02.2013

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Haubenrestaurant in Tirol

Gaumenfreuden im Restaurant Alexander

 

Hauben-Restaurant in Tirol, ZillertalUm sich auf Alexanders niveauvolle Küche gebührend einzustellen hier unsere Bewertungstexte von Gault Millau 2011 und

A la carte 2012:

 

Alexander

3 Hauben- 18 Punkte

 

Alex, so kennen ihn die Menschen vor den Herden und Fernsehern, hat es nicht nur zu höchsten Fernsehehren, sondern sogar schon zu einer eigenen Parodie gebracht. Für die wenigen, die´s noch nicht wissen: Er heißt mit vollem Namen Alexander Fankhauser und ist nicht nur ein begnadeter Entertainer am Herd, sondern vor allem einer der besten Köche dieses Landes.

Ganz oben bewegt er sich nicht nur im Niveau, sondern tatsächlich in Höhenmetern, nämlich im heuer mehr als ein Mal tief verschneiten Hochfügen, einer Enklave mit besten Verbindungen zum Skihimmel.

Vor allem aber lockt eines: das Restaurant Alexander.

Wir schätzen hier das von Designerarchitektur vollkommen unberührte Alpenambiente, und noch mehr den Service, der auch bei voller Belegung nie die Contenance oder die Freundlichkeit verliert. Alexander Fankhauser fliegt jede Woche zwischen Wien und Innsbruck hin und her, verbringt seine Rudhetage im TV-Studio, während er sonst im Restaurant das Kommando führt.

Und hey, der Mann birst ja geradezu vor Ideen.

Kaum ein Teller, der mit weniger als vier Komponenten auskommt. So kombiniert Fankhauser zum Zillertaler Erdäpfelblattl mit Sauerkraut und Schweinsbackerl auch noch Flusskrebse.

So zieht sich überhaupt die Kombination Fisch/Seafood und Fleisch/Innereien fast wie ein roter Faden druchs Angebot. Gänseleber mit Kaisergranat, Kalbszunge und Gewürzrauch lassen wir von Wolfsbarsch mit Grammelknödel und Thymianschaum (perfekt abgeschmeckt und durchdacht) folgen. Fast erholsam für die da schon ordentlich beanspruchten Geschmacksnerven ist die simple wie köstliche Spinatschaumsuppe mit Räucherlachsbrandade oder der knusprige Schweinsbauch (vom berühmten Mangalitzaschwein- und es ist wunderbar) auf Senfkraut.

Nach einem gefühlten halben Dutzend Amuses, eines besser als das andere, ist dieses Essen bei Alexander, das wir mit einem Passionsfruchttörtchen abschließen, solcherart beschaffen, dass danach unbedingt eine Probe aus der reichlich bestückten Digestifauswahl nötig ist. Und am nächsten Morgen, das ist jetzt schon klar, geht es auf die Piste.

Und den Sessellift lassen wir aus!(na ja.)

 

Gault Millau 2011

Alexander

 
Kritik des Guides A la carte 2012
 
ALEXANDER
***** /97 Punkte 
 
 

Der Weg ist weit nach Hochfügen, steil und kurvenreich. Aber Gipfelgenüsse erfordern ihren Tribut, und angesichts dessen, was die Weinkarte bietet, ist ohnehin eine Übernachtung vor Ort angeraten. Einmal bei Alexander speisen: Fast macht es den Eindruck, als wären einige der Gäste nur da, um den berühmten „Fernsehkoch” in action zu erleben. Dieser bedient auch routiniert den Wunsch nach einem Koch zum Anfassen, kommt immer wieder mit einem jovialen „Griaß enk” aus der Küche, um bei Tisch nach dem Rechten zu sehen. Aber Alexander Fankhauser hat auch ausreichend Zeit und ein fähiges Team, um seine beiden Menüs, die schlicht I und II genannt werden, fertig zu stellen. Es ist schon faszinierend, wie er regionale Gepflogenheiten in eine elegante, sehr elaborierte Küchensprache transformiert, wie herausragende Produkte, egal welcher Provenienz, fröhlich kombiniert werden, wie er mit traumwandlerischer Sicherheit perfekte Konsistenzen schafft und dennoch nie den Aspekt des Tirolerischen aus den Augen verliert. Das Zillertal mit seinen kulinarischen Eigenheiten blitzt immer augenzwinkernd durch, aber ohne trendige Schäumchen, die dann eben rahmversetzt sind, geht nichts. Manchmal fehlt ein wenig die Präzision und Feinheit im aromatischen Detail, allerdings ist jeder Teller ein Gesamterlebnis, modischer Schnickschnack nur gelegentlich eine witzige Ergänzung. Persönliche Betreuung ist in der eleganten Stube selbstverständlich, die weißen Lederbänke mit hohen Lehnen sind eine selten angenehme und bequeme Sitzgelegenheit für lange Menüfolgen, und die Weinkarte gibt durchgängig Anlass zur Freude. So preiswert kann man im „Heiligen Land” selten trinken; da bedarf es nicht ausschließlich großer Namen, um auch etwas gereiftere Jahrgänge und Rebsortenvielfalt zu erleben.